Warum ich mich für Infrarotheizung entschieden habe

Wärme anders erleben

Seit vielen Jahren heize ich mein eigenes Haus mit Infrarotheizungen. Für mich war damals vor allem wichtig, eine Heizung zu finden, die einfach aufgebaut ist, geringe Anschaffungskosten verursacht und sich in jedem Raum einzeln steuern lässt. Inzwischen kann ich nicht nur über Theorie sprechen, sondern über meine eigenen langjährigen Erfahrungen im Alltag.

Meine Erfahrungen mit Infrarotheizungen

Was mir im Alltag besonders wichtig ist

Besonders angenehm empfinde ich, dass jeder Raum unabhängig beheizt werden kann und die Wärme sehr schnell zur Verfügung steht. Ich heize also nicht automatisch das ganze Haus, sondern dort, wo Wärme gerade gebraucht wird. Auch das Raumklima empfinde ich als angenehm. Diese persönlichen Erfahrungen sind für mich ein wichtiger Grund, mich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Infrarotheizung zu beschäftigen.

Infrarotheizung: Kosten und Verbrauch

Was Anschaffung und Betrieb wirklich kosten

Wer über eine Infrarotheizung nachdenkt, stellt meist zuerst zwei Fragen: Was kostet die Anschaffung und wie hoch sind später die Stromkosten? Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Entscheidend sind unter anderem die Größe und der Wärmebedarf des Gebäudes, die benötigte Heizleistung, die gewünschte Raumtemperatur und der Strompreis. Auch eine eigene Photovoltaikanlage kann die Gesamtbetrachtung verändern.

Wie lassen sich die Stromkosten berechnen?

Die laufenden Stromkosten lassen sich grundsätzlich einfach berechnen: Heizleistung in Kilowatt × tatsächliche Heizdauer × Strompreis pro Kilowattstunde. Wichtig ist dabei die tatsächliche Heizdauer. Eine thermostatgesteuerte Infrarotheizung heizt nicht ständig mit voller Leistung, sondern schaltet sich ab, sobald die gewünschte Raumtemperatur erreicht ist. Deshalb können pauschale Angaben zu Monatskosten leicht irreführend sein.

Ein einfaches Rechenbeispiel:

Beispiel: Eine Infrarotheizung mit 600 Watt Leistung entspricht 0,6 Kilowatt. Heizt sie tatsächlich 5 Stunden am Tag und kostet der Strom 30 Cent je Kilowattstunde, ergibt sich: 0,6 kW × 5 Stunden × 0,30 € = 0,90 € pro Tag. Bei 30 Tagen wären das 27 € im Monat.

Was kostet die Anschaffung einer Infrarotheizung?

Die Anschaffungskosten gehören zu den großen Vorteilen einer Infrarotheizung. Es werden weder Heizkessel noch Wärmepumpe, Rohrleitungen oder Heizkörper benötigt. Die einzelnen Heizpaneele lassen sich vergleichsweise einfach installieren. Wie hoch die Gesamtkosten ausfallen, hängt vor allem von der Zahl, Leistung und Ausführung der benötigten Heizpaneele sowie von der elektrischen Installation ab.

Entscheidend ist, wann und wo geheizt wird.

Ein Vorteil der Infrarotheizung ist für mich die Möglichkeit, jeden Raum einzeln zu regeln. Es muss nicht automatisch das ganze Haus auf die gleiche Temperatur gebracht werden. Räume können dann beheizt werden, wenn sie tatsächlich genutzt werden. Thermostate sorgen dafür, dass die Heizung abschaltet, sobald die eingestellte Temperatur erreicht ist. Wie viel Strom dadurch eingespart werden kann, hängt allerdings stark vom Gebäude und vom persönlichen Heizverhalten ab.

Infrarotheizung und Photovoltaik kombinieren.

Besonders interessant wird die Infrarotheizung in Verbindung mit einer eigenen Photovoltaikanlage. Ein Teil des benötigten Stroms kann dann selbst erzeugt werden. Allerdings entsteht der größte Heizbedarf im Winter, wenn eine Photovoltaikanlage deutlich weniger Strom liefert als im Sommer. Deshalb sollte man nicht einfach davon ausgehen, dass die eigene PV-Anlage die Heizung vollständig versorgt. Entscheidend sind die Größe der Anlage, der Stromverbrauch des Hauses und gegebenenfalls ein Batteriespeicher.

 

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